Bitkom Studie: Was kaufen Kunden online?

Was kaufen die Deutschen online? Und wie treffen sie eigentlich ihre Entscheidung darüber, bei wem sie einkaufen?

Mit der Studie „Shopping digital“ hat der Branchenverband Bitkom jetzt eine Studie zum Online-Konsumverhaltens veröffentlicht, welche besagt, dass 98 Prozent der Internetnutzer auch online einkaufen. Das entspricht gut 56 Millionen Bundesbürgern, oder 80 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren. 4 Prozent der Nutzer kaufen sogar täglich im Web ein, wenigstens 14 Prozent einmal oder mehrmals pro Woche. Bestellt wird online inzwischen eigentlich alles, was sich irgendwie auch versenden lässt. Allem voran Kleidung, Schuhe und Accessoires, Bücher, aber auch Medikamente stehen ganz oben auf dem Einkaufszettel. Mit am stärksten wächst der Handel mit Lebensmitteln.

Mehr Details zu den Ergebnissen dieser Studie erfahren Sie in diesem Artikel.

Warum bestellen die Deutschen online?

Die Gründe für das Online-Shopping liegen auf der Hand – als wesentlichen Vorteil sehen die Online-Käufer die Unabhängigkeit von Öffnungszeiten, die bequeme Lieferung nach Hause und die damit verbundene Zeitersparnis. Dabei sind 42 Prozent der Konsumenten der Ansicht, dass das Angebot im Internet vielfältiger sei als beim stationären Handel.

Welche waren werden am Häufigsten online gekauft?

© Bitkom

Große Zufriedenheit herrscht bei E-Food Käufern

28 Prozent der Befragten Online-Shopper haben bereits Lebensmittel online bestellt. 93 Prozent von ihnen waren damit durchaus zufrieden.

Wachsende Akzeptanz bei dem Online-Kauf von Medikamenten

Haben im Jahr 2012 gerade einmal 33 Prozent der Internetshopper Medikamente online bestellt, hat sich die Zahl der Konsumenten bis zum Jahr 2016 fast verdoppelt. Mittlerweile haben 56 Prozent der Online-Shopper schon mal Medikamente online bestellt und liefern lassen.

Immer öfter werden auch Möbel online gekauft

Auch die Zahl der Kunden, die Möbel online gekauft haben, ist dabei erneut gestiegen. Inzwischen hat fast die Hälfte (48 Prozent) aller Online-Shopper schon einmal Möbel über das Internet bestellt. Insbesondere bei den 30 bis 49 Jährigen Konsumenten erfreut sich der Online-Handel großer Beliebtheit. Die Generation 65+ hingegen bevorzugt nach wie vor den stationären Handel. Sie kaufen Ihre Möbel meist im Möbelhaus. Lediglich 34 Prozent der über 65-Jährigen haben bereits online Möbel gekauft.

Bewertungen sind ausschlaggebend für die Kaufentscheidung

Großen Einfluss auf die Kaufentscheidung haben Bewertungen und Empfehlungen anderer Nutzer. Ganze 65 Prozent gaben an, dass Sie Ihre Kaufentscheidung unter Anderem durch Produktbewertungen Anderer beeinflussen lassen. Auf den nachfolgenden Plätzen finden sich Preisvergleichsseiten, denen bei der Kaufentscheidung ähnlich viel Bedeutung beigemessen wird wie  persönliche Gespräche aus dem Freundes- und Bekanntenkreis. 30 Prozent der Befragten gaben an, sich vor der Bestellung bei einem lokalen Händler informiert zu haben.

Kundenbewertungen sind die Währung im Internet, wenn es um die Kaufentscheidung anderer Kunden geht © Bitkom

Fünf Kriterien wie der Konsument zwischen seriösen Händlern und schwarzen Schafen unterscheidet

Die Konsumenten trauen sich inzwischen zu, seriöse Anbieter von schwarzen Schafen unterscheiden zu können. Dabei nennen sie fünf Kriterien, anhand derer sie den Anbieter beurteilen. Zum Einen die Auswahl der Zahlungsmöglichkeiten, den Versand- und Rückversand, Online-Bewertungen durch andere Käufer sowie den Ruf des Händlers und ob der Händler Gütesiegel vorweisen kann.

Rechnungskauf erfreut sich größter Beliebtheit, auch Zahlungsanbieter Paypal erfährt hohe Akzeptanz

Am liebsten zahlen die Deutschen im Internet per Rechnung oder per Paypal. Auf dem dritten Platz der beliebtesten Zahlungsmittel findet sich der Bankeinzug/Lastschrift. Die Zahlung per Kreditkarte landet nur auf dem vierten Platz, deren Akzeptanz wäschst jedoch in den vergangenen beiden Jahren deutlich.

Die deutschen Shopper nutzen am liebsten den Rechnungskauf sowie Paypal © Bitkom

Sicherheit ist das wichtigste Kriterium bei der Wahl des Bezahlverfahrens

Das wichtigste Argument aus Sicht der Konsumenten für Rechnung und Paypal ist in beiden Fällen die Sicherheit. Des Weiteren zählen Komfort und bessere Finanzkontrolle.

Online-Shopper vermissen keine Beratungsleistungen

Der stationäre Handel beansprucht für sich das Argument den Kunden bestmöglich beraten zu können. Allerdings zeigen sich 95 Prozent der Befragten durchaus zufrieden mit der Beratung im Online-Shop. Bevorzugter Kanal für Fragen zum Produkt ist klassisch die E-Mail. Auch Telefon bzw. Rückruf und Online-Chats werden dabei häufig genutzt. Sogar den Einsatz von Chatbots kann sich immerhin jeder Vierte vorstellen.

Knapp ein Drittel können sich einen automatisierten Einkauf vorstellen

28 Prozent der befragten Kunden können sich jedenfalls grundsätzlich vorstellen, Haushaltsgeräte zu nutzen, die automatisch den Nachschub an Verbrauchsgütern bestellen. Nahezu ähnlich hoch ist der Anteil der Kunden, die Dash Buttons im Alltag für schwere oder sperrige Gegenstände einsetzen würden. Ein wichtiges Kriterium hierbei ist allerdings der Preis. Fühlt sich der Nutzer über den Tisch gezogen schwindet die Akzeptanz verständlicherweise. Nur 11 Prozent der Verbraucher sind bei einem automatisierte Einkauf dazu bereit, auf den günstigsten Preis zu verzichten, weil der Vorteil den preislichen Nachteil relativiert.

Nutzer sind oftmals von Re-Targeting genervt

Online-Händler sollten es mit der Werbung per Mail oder Re-Targeting nach dem Kauf bzw. Kaufabbruch nicht übertreiben. Ganze 34 Prozent der Befragten wurden nach eigener Einschätzung nach dem Kauf eines Produkts von Werbung überhäuft.

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