Google Adwords – Zukünftige Mobile first Strategie

Google hat zahlreiche Neuerungen seiner AdWord Produkte vorgestellt.

Dass Mobile kein Boom ist, der bald vorübergeht, dürfte mittlerweile in der Branche angekommen sein. Die Voraussetzung, damit werben auch in einer von mobilen Endgeräten bestimmten Welt gelingt, hat Google jetzt geschaffen: Auf seinem Performance Summit stellte der Internet-Riese zahlreiche Ads- und Analytics-Neuerungen vor, die alle dem Leitgedanken ‚Mobile first‘ folgen. Mittlerweile kommen mehr als die Hälfte der Google-Suchanfragen von mobilen Devices. Auch beim Web Traffic haben Smartphone und Tablet mit mehr als 50 Prozent die Nase vorn. Es sei eine Mobile-first-Welt, so Sridhar Ramaswamy, Senior Vice President Ads and Commerce bei Google.

Was wird sich ändern und was sind die Neuigkeiten?

Neben den neuen Expanded Text Ads müssen sich Advertiser auf neue ­native Display-Formate, ein neues Gebotssystem, eine Erweiterung der Local Search Ads bei Google Maps und Google sowie ein optimiertes Store Visits Measurement einstellen. Außerdem haben die Google-Entwickler sowohl der Adwords- wie auch der Analytics-Suite einen neuen Look verpasst. Die Änderungen sollen noch dieses Jahr wirksam werden.

Neue Ad-Formate

Der erste Schritt zur Mobile-first-Adwords-Welt kam vor einigen Monaten, als Google die Anzeigen in der rechten Spalte auf dem Desktop strich. Damit sollte vor allem Konsistenz über die verschiedenen Devices geschaffen werden. Aber das ­geänderte Layout war nur der erste Schritt zur „größten Veränderung der Text Ads, seit Adwords vor 15 Jahren gestartet ist“, wie es Ramaswamy ausdrückt.

Expanded Text Ads

Eine der wichtigsten Neuerungen betrifft die Text Ads. Mit den neuen Expanded Text Ads (ETAs) bekommen Werbungtreibende viel mehr Platz, ihr Produkt zu beschreiben. Mehr Platz für die Präsentation bedeutet auch eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass der User klickt. Auf Basis erster Testergebnisse verspricht Google den Advertisern eine bis zu 20 Prozent gesteigerte Click-Through-Rate.

Display Ads

Auch im Bereich Display bleibt Google nicht ­untätig. Das Google Display Network (GDN), dem momentan mehr als zwei Millionen Publisher angehören, wird im Laufe des Jahres ­neues Native-Advertising-Inventar freischalten. Advertiser müssen dann nur noch die Headline, die Beschreibung, ein Bild und eine URL angeben und Google kreiert Responsive und Native Ads.

Local Search Ad

Bei den neuen Formaten soll mehr Branding und eine individuelle Anpassung möglich sein. Zum Beispiel wird es neue Promoted Pins geben, die Usern auf ihrer Route bei Google Maps angezeigt werden und die auch aktuelle Angebote und sogar Inventarlisten enthalten können, wenn der Advertiser sie bereitstellt. Auch die Local Business Pages bekommen einen neuen Look. So sollen neue Ange­bote oder Promotions direkt sichtbar sein, ohne dass der User auf eine Anzeige klicken muss.

Bidding

Künftig kann für Smartphone, Desktop und Tablet getrennt voneinander geboten werden. Advertiser können so, Device spezifisch, unterschiedliche Keywords definieren und die Gebote je nach dem Device, das für ihr Produkt den größten Wert hat, ­anpassen und dementsprechend höher bieten. Für das Smartphone konnte man zwar bisher schon getrennt vom Desktop bieten, die Abspaltung des Tablets vom Desktop ist hingegen neu. Google erwähnt bei jeder Gelegenheit, dass es bei Tablet und Desktop zwei vollkommen unterschiedliche Nutzerverhalten gibt. So ist es nur konsequent, dass nun auch unterschiedliche Gebotsstrategien festgelegt werden können.

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