Google bestätigt Maccabees Update

Google bestätigt Anpassungen am Algorithmus. Das aktuelle Update welches Mitte Dezember von Google ausgerollt wurde verursacht sowohl hohe Verluste als auch Zugewinne.

Es ist ungewöhnlich, dass Google ein größeres Update im eher ruhigen Dezember ausrollt. In diesem Falle jedoch hat Google eine Ausnahme gemacht. Was Sie tun können um vom aktuellen Google Update zu profitieren erfahren Sie in diesem Artikel.

Auch wenn Google offiziell von einem normalen, kleineren Update spricht, so hat das aktuelle Maccabees Update bereits für heftigen Wirbel gesorgt. Einige Websites beklagen bereits erhebliche Rankingverluste – Andere hingegen verzeichnen Zugewinne. Teilweise verloren Websites durch das Maccabees Update über 30% Ihrer Sichtbarkeit. Google bestätigt das Update offiziell mit den folgenden Worten:

We released several minor improvements during this timeframe, part of our regular and routine efforts to improve relevancy.” Google Mitarbeiter

Doch welche Webseiten sind betroffen und wovon hängt es ab, ob eine Website von dem aktuellen Update profitieren kann oder nicht?

Erste Erkenntnisse zu Google’s Maccabees Update

Eine erste Untersuchung von Barry Schwartz von Search Engine Roundtable zeigt, dass Google möglicherweise folgenden beiden Typen von Websites einbezieht. Bei der Untersuchung wurden über 100 betroffene Websites betrachtet, woraus folgende erste Einschätzung resultiert:

1.) Websites mit einer hohen Anzahl an Landingpages welche gezielt auf Keywordkombinationen optimiert wurden

Wahrscheinlich werden zukünftig Webseiten abgestraft die eine hohe Anzahl an Landingpages für verschiedene Permutationen von Keyword-Kombinationen angelegt haben. So könnten beispielsweise Reiseseiten unter dem Update leiden, die nach folgenden Schema Ihre Landingpages aufgebaut haben:

[Destination] + [Aktivität], wie z.B. „St.Moritz Skifahren“ oder „great barrier reef + tauchen“

Auch Dienstleistungsverzeichnisse könnten vom Update nachteilig betroffen sein, welche nach folgendem Schema ihre Seiten aufgebaut haben:

[Stadt A] + [Dienstleistung A], [Stadt B] + [Dienstleistung A], [Stadt C] + [Dienstleistung C], etc.

Ob Online-Shops hiervon ebenfalls betroffen sind wird sich noch zeigen. Es ist jedoch durchaus vorstellbar, dass es insbesondere bei sehr umfangreichen Online-Shops zu einer Entwertung von Kategorieseiten kommen kann, die nach einem ähnlichen Schema aufgebaut sind.

2.) Low Quality Websites

Auch Websites mit minderer Qualität scheinen laut der ersten Erkenntnisse betroffen zu sein. Eine mindere Qualität liegt beispielsweise dann vor, wenn die Website im Verhältnis zum Content eine hohe Anzahl an Werbung in Form von Ads und Affiliates enthält. Solche Websites hat Google bereits in der Vergangenheit (zuletzt mit dem Fred-Update von Anfang 2017) von Google entwertet. Dieser Trend scheint sich nun mit dem aktuellen Maccabees Update fortzusetzen. Wenn also die Mehrwerte für den Nutzer in keinem vernünftigen Verhältnis stehen zu der Anzahl an (über Affiliate) beworbenen Produkten so wird Google die Website abwerten. Höchstwahrscheinlich bewertet Google dabei jedoch nicht pauschal negativ, sondern durchaus differenziert, da einzelne relevante Produktempfehlungen für den Nutzer durchaus sinnvoll sein dürften. In einem solchen Fall wird die website von Google vermutlich nicht abgestraft. Anders sieht es aus, wenn die Monitarisierung offensichtlich im Fokus der Website steht. Nach den ersten Untersuchungen sieht es jedoch danach aus, dass auch vereinzelte Websites die eine gute Qualität vorweisen können dennoch von dem Update negativ betroffen sind. Schwartz sieht die Abstrafung dieser Seiten als „Kollateralschäden“ an. Es ist zu vermuten, dass Google hier nochmal nachjustiert um solche Websites vor einer Abtragung zu bewahren. Für die Websites die trotz qualitativer Inhalte abgestraft wurden gilt, dass sie im Falle einer Nachjustierung dann wieder profitieren werden, so dass sich der Nachteil wieder egalisieren dürfte.

Werden strukturierte Daten mit Schema.org wichtiger?

Auch Marcus Tober von Searchmetrics beobachtet die Auswirkungen des aktuellen Updates genau um so die genauen Ursachen für die feststellbaren Ranking-Schwankungen zu ergründen. Dabei fiel ihm auf, dass viele Websites abgestraft wurden, die keine Schema.org Integration besitzen. Doch auch er mahnt davor voreilige Schlüsse zu ziehen und rät dazu die aktuellen Auswirkungen weiter zu beobachten.

Was sollten Unternehmen und Website Betreiber jetzt tun?

Da bislang noch keine genauen Informationen vorliegen, und das Update auch erst seit kurzem ausgerollt wurde, sollte man nicht in blinden Aktionismus verfallen. Wir raten dazu die Auswirkungen des Updates zu beobachten und keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Sie sollten einen erfahrenen SEO Berater Ihres Vertrauens hinzuziehen und ihn mit der Aufgabe betrauen, die Entwicklungen im Auge zu halten um entsprechend zu reagieren. Mit SEO Tools kann man sich die Top-Gewinner und Top-Verlierer Websites anschauen und nach näherer Betrachtung dieser Seiten Gemeinsamkeiten entdecken die Rückschlüsse zu den Auswirkungen bzw. Ursachen zulassen. Sind diese eindeutig und zweifelsfrei ausgemacht, lässt sich immer noch gezielt gegensteuern und das Google Ranking wird sich wieder verbessern.

 

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Über den Autor

geboren im Dezember 1977 in Offenbach, gründet Christian Basler im März 2000 als alleiniger Gesellschafter die in Frankfurt am Main ansässige Online-Marketing Agentur VISIO.7. Seither beschäftigt er sich mit Online-Marketing, berät mittelständige und große Unternehmen insbesondere bei der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen sowie bei der Conversionoptimierung und der Effizienzsteigerung von Google AdWords Kampagnen.Christian Basler verantwortet die operative Geschäftsführung der Agentur sowie den Ausbau von Kundenbeziehungen. Die Agentur zählt laut dem iBusiness Ranking (Hightext Verlag) zu den Top 100 SEO/SEA Agenturen in Deutschland. Christian Basler ist jedoch nicht nur die treibende Kraft hinter VISIO.7, sondern auch Buchautor und als Online-Marketing Experte auch als Speaker bei Kongressen, Symposien und Think Tanks zu Gast. Mehr Informationen zu Christian Basler
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