Bilder in Mailings sorgen für mehr Aufmerksamkeit, doch was gibt es zu beachten?

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Bilder erzielen Aufmerksamkeit und können die Conversionrate eines E-Mailings enorm steigern. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie man Bilder in E-Mailings so einsetzt, dass sie visuell unterstützen statt ablenken.

Tipps für Bilder in E-Mails

Die richtige Bildauswahl

Jeder kennt das Sprichwort „Ein Bild sagt 1000 Worte“. Achten Sie daher sehr genau darauf, welche Bildaussage Ihr Motiv hat. Kein anderes Element in Ihrer E-Mail wirkt so stark wie das Bild. Wählen Sie daher das Motiv sorgsam aus, um zu vermeiden, dass das Bild die gewünschte Aussage verfehlt und der Empfänger einen unerwünschten, falschen Eindruck erhält.

Size matters!

Kleine Bilder wirken nicht – Doch E-Mails mit großen Bilder, brauchen lange zum Laden oder kommen erst gar nicht beim Empfänger an. Auf die richtige Größe kommt es an.

Mit einer Software zur Grafikbearbeitung (wie z.B. Photoshop)  kann man Bilder optimieren. Dabei sollte man zuerst auf die Auflösung achten. Eine Auflösung von 300 dpi ist für den Print erforderlich für Bilder die in E-Mails auf einem Display betrachtet werden reicht eine Auflösung von 72 dpi. Als Zweites achtet man darauf dass man das Bild nicht unnötig groß anleget. Für Websites sollte man Bilder als HD Format (1920 x 1080 pxl) bereitstellen – Für E-Mails ist eine Bildbreite von 800 Pixel durchaus ausreichend. Speichert man ein Bild im JPEG Format wird es automatisch komprimiert, dennoch kann man mit den meisten Grafikprogrammen das Bild beim speichern zusätzliche komprimieren. Mit Photoshop können Sie aus 12 Komprimierungsstufen wählen. Die Stufe 12 steht für unkomprimierte, volle Bildqualität. Komprimiert man beim speichern die Bilddatei mit Stufe 11 oder 10 sinkt die Qualität nur unwesentlich, man spart jedoch deutlich Datengewicht und damit verbessert so die Ladezeiten seiner E-Mailings.

Wir Menschen reagieren auf nichts stärker als Gesichter

Sprechen Sie mit gut ausgewählten Bildern verschiedene Zielgruppen an. Holen Sie Ihre Zielgruppe in Ihrer Welt ab, in dem Umfeld dass sie kennt.

Eine Vielzahl an Eyetracking-Studien belegen, dass Menschen auf nichts stärker reagieren als auf andere Menschen bzw. deren Gesichter. Ein Motiv mit einem Menschen oder Gesicht wirkt stärker als Landschaftsaufnahmen. Begehen Sie nicht den Fehler und verwenden als Key-Visual ein Landschaftsbild oder eine synthetisch anmutende Illustration nur um der Problematik mit Persönlichkeitsrechten/Bildrechten aus dem Weg zu gehen. Im besten Fall lassen Sie individuelle Fotos von einem Profi erstellen, alternativ bieten Websites wie istock.com, Fotolia, u.Ä. schon  für 10,- bis 30,- EUR pro Bild Bildmaterial bei dem die Bildrechte der Personen bereits umfassend geklärt sind.

Bei einem Bild auf dem ein Gesicht gezeigt wird, schaut der Betrachter als allererstes auf dieses Gesicht. Mehr noch, wenn diese Gesichter in eine bestimmte Richtung blicken, wird der eigene Blick auch dorthin gelenkt. Man kann ein solches Bild auch absolut so einsetzen, dass die Person auf dem Bild in Richtung des unterhalb platzierten CTA-Button blickt. Wichtig ist auch, dass die Mimik des abgebildeten Gesichtes (Freude, Trauer, Ärger, Glück, Entspannung, etc.) die Aussage unterstützt auf die Sie mit Ihrem Mailing abzielen bzw. das Gefühl unterstützt, dass Sie bei dem Betrachter auslösen möchten.

Neben dem CTA-Button sollten auch Bilder mit der Landingpage verlinkt werden

Um die Klickraten in Ihrer E-Mail zu erhöhen, lohnt es sich immer Bilder zu verlinken.

Die Nutzung von Query Strings ermöglicht es Ihnen bei einer nachträglichen Auswertung die Klicks zu unterscheiden. So wissen Sie, wieviele der Klicks über die Bilder und wieviele über den CTA-Button generiert wurden.

Verwenden Sie einen Alt-Tag

Einige der E-Mail Clients zeigen Bilder im Default-Modus gar nicht an, so dass der Empfänger die Bilderansicht erst individuell aktivieren muss um die Bilder angezeigt zu bekommen. Viele Nutzer verzichten allerdings darauf. Sie sollten deshalb unbedingt Alt-Tags nutzen um jedem Bild eine Bildbeschreibung zuzuweisen die angezeigt wird, wenn der Nutzer sich keine Bilder anzeigen lässt. So gehen keine Informationen verloren und der Empfänger kann entscheiden, ob er das Bild nachladen zu lassen um es dann doch anzuzeigen. Lässt sich ein Nutzer seine E-Mail von seinem Gerät vorlesen, werden auch die per ALT-Tag hinterlegten Bildbeschreibungen vorgelesen.

Zu viele Bilder verderben die Mail

Zu viele Bilder werden vom Betrachter eher als störend wahrgenommen. In einer Mail reicht es daher vollkommen aus, ein einziges aber gut ausgewähltes Bild zu platzieren. Dieses sollte Ann aber nicht zu klein abgebildet werden und die gewünschte Kernaussage zielgruppengerecht vermitteln. Generell empfehlen Experten ein Bild/Text-Verhältnis von maximal 30:70.

Above the Fold

Platzieren Sie das Key-Visual und den wichtigsten Text sowie einen CTA-Button nach Möglichkeit innerhalb des sichtbaren Bereiches, so dass der Nutzer nicht scrollen muss, um die Botschaft der Mail bereits auf den ersten Blick zu verstehen. Die Botschaft sollte also möglichst im oberen Drittel der E-Mail klar erkennbar sein. Lesen Sie hierzu auch den Artikel: 5 Tipps für effektive „call to action“

Verwenden Sie Farben – mit Bedacht

Bunte Bilder lenken die Aufmerksamkeit auf sich, aber sie können dadurch auch schnell vom eigentlichen Inhalt ablenken. Gerade bei der Verwendung von verschiedenen visuellen Elementen sollten Sie stets auf die gesamte Farbwirkung Ihrer Mail achten. Hierfür sollten Sie in der Lage sein die Mail als solche zu abstrahiert betrachten zu können. Sie erkennen dann eine Art schematisches Farbraster, welches zielführend sein sollte. Die Farbigkeit von Bildern sowie die gesamte Farbwirkung der Mail sollte das Auge des Betrachters auf das eigentlich Ziel führen, sprich auch den „Call to Action“ (CTA) lenken. Um dies zu erreichen empfiehlt es sich unter Umständen Bilder mit einem dunklen, 50% schwarzen Layer zu belegen oder aber die Farbigkeit des Fotos zu entsteigen indem man die Farbsättigung/Dynamik des Bildes (zumindest partiell) zurücknimmt. Wählen Sie Farben mit Bedacht und führen Sie das Auge des Betrachters so auf die Wichtigen Botschaften und Conversion-Elemente der E-Mail.  Farbige Eye-Catcher wirken noch stärker wenn dich der Rest der Gestaltung farblich etwas zurücknimmt.

Fazit

Wählen Sie Bilder sorgsam aus – Ein wirklich passendes Bild ist besser als 5 Bilder. Wichtige Botschaften sollen durch Bilder zwar unterstützt aber niemals Text restlos ersetzt werden. Versuchen Sie mit dem Bild eine zur Aussage des Mailings passende Stimmung einzufangen bzw. abzubilden und sich mit dem Motivstil in der Welt der Zielgruppe zu bewegen. Verwenden Sie Bilder mit Menschen und Gesichtern, achten Sie auf die Bildstimmung und die Stimmung bzw. die Mimik der abgebildeten Person. Haben Sie den Eindruck das Bild passt nicht 100%ig, suchen Sie weiter!

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Über den Autor

geboren im Dezember 1977 in Offenbach, gründet Christian Basler im März 2000 als alleiniger Gesellschafter die in Frankfurt am Main ansässige Online-Marketing Agentur VISIO.7. Seither beschäftigt er sich mit Online-Marketing, berät mittelständige und große Unternehmen insbesondere bei der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen sowie bei der Conversionoptimierung und der Effizienzsteigerung von Google AdWords Kampagnen.Christian Basler verantwortet die operative Geschäftsführung der Agentur sowie den Ausbau von Kundenbeziehungen. Die Agentur zählt laut dem iBusiness Ranking (Hightext Verlag) zu den Top 100 SEO/SEA Agenturen in Deutschland. Christian Basler ist jedoch nicht nur die treibende Kraft hinter VISIO.7, sondern auch Buchautor und als Online-Marketing Experte auch als Speaker bei Kongressen, Symposien und Think Tanks zu Gast.Mehr Informationen zu Christian Basler: http://www.visio7.com/christian-basler/
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